Zugang via Netzwerkkarte und Gateway/Router

Voraussetzung ist eine Netzwerkkarte oder ein Netzwerkadapter (wie die verbreiteten SCSI-Ethernet-Adapter) und die Installation des passenden Treibers. Im Beispiel hier wird Ethernet (10BaseT, auch bekannt als Western, Twisted Pair oder RJ45) verwendet, aber 10Base2 (BNC, Koax) oder TokenRing ist natürlich genauso umzusetzen. OpenTransport bringt für die meisten internen Netzwerkkarten bereits passende Treiber mit.

Auf der Software-Seite wird OpenTransport vorausgesetzt. Empfohlen ist Version 1.3, aber auch mit Version 1.12 kommt man gut zurecht.

Wenn kein DHCP benutzt wird, muss die IP-Adresse des Gateways bzw. Routers und die DNS-Adresse bekannt sein.

Via DHCP (automatische IP-Adressvergabe)

Handelsübliche Router (ADSL, VDSL, ISDN) bieten meist DHCP. Viele Unix-Gateways (fli4l oder auf BSD-Basis) sprechen ebenfalls DHCP. Dabei vergibt ein DHCP-Server auf Anfrage eines Clients (unser Würfelmac) eine IP-Adresse aus einem Pool von Adressen.

Zuerst öffnet man im Apple-Menü die Kontrollfelder und dort »TCP/IP«. Dort wählt man dann im Verbindung-Popup die Netzwerkkarte aus und im Konfigurationsmethode-Popup DHCP.

OpenTransport TCP/IP DHCP

Der Mac holt sich dann beim Laden des TCP/IP-Stacks, d.h. beim ersten TCP/IP-Zugriff, eine dynamische IP-Adresse per DHCP vom DHCP-Server. Möchte man, dass die IP-Adresse sofort beim Start geholt wird, um sich Verzögerungen beim ersten Zugriff innerhalb eines Programms zu ersparen, so sollte man den IP-Stack immer laden lassen. Dazu wählt man in der Menüzeile im TCP/IP-Kontrollfeld unter Bearbeiten den Menüpunkt Benutzermodus und schaltet auf Administrator. Danach erscheint in obigem Hauptfenster unten rechts der Button Optionen:

OpenTransport TCP/IP Optionen

Dort deaktiviert man den Button Nur bei Bedarf laden.

Via manueller IP-Adressvergabe

Hat man keinen DHCP-Server laufen, so vergibt man die IP-Adressen aller beteiligten Netzwerkgeräte von Hand. Dafür muss man die IP-Adresse des Gateways, die DNS-IP-Adresse und die Subnetzmaske kennen. Bei handelsüblichen ISDN-/ADSL-Routern benutzt man meist ein Klasse-C-Netz der Form 192.168.x.y. x ist dabei ein Fixum, y ist die Nummer des jeweiligen Clients. Also wäre z.B. 192.168.1.9 unser Mac (IP-Adresse) und 192.168.1.1 das Gateway (Router-Adresse):

OpenTransport TCP/IP Manuell

Da sich nur die letzte Stelle (y) in unserem Beispiel ändert, reicht uns eine einfache Subnetzmaske: 255.255.255.0

Wichtig ist, dass jede IP-Adresse im Netzwerk nur einmalig vergeben wird. Doppelvergaben sind nicht zulässig und führen zu seltsamen Netzwerkfehlern.

Die Router-Adresse gibt an, über welches Gerät die Verbindung zum Internet hergestellt wird, typischerweise also die IP-Adresse des ISDN- oder ADSL-Routers oder die des Unix-/Linux-Rechners, der als Gateway fungiert.

Bei den besseren Routern ist auch ein eigenes DNS vorhanden - dann gibt man die gleiche Adresse für die Name Server Adresse an, wie man sie auch für die Router-Adresse verwendet hat. Hat man leider kein eigenes DNS laufen, so muss man auf den DNS-Server des eigenen Internet-Providers zurückgreifen. Im Fall von T-Online ist das zum Beispiel 194.25.2.129, im Fall von QSC etwa 213.148.129.10, OpenDNS benutzt 208.67.222.222.

Die anderen Einträge müssen ansonsten nicht verändert werden.

Ab sofort kann man alle Internet-Programme nutzen.

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Letzte Änderung: 2013-05-16, 00:59:36 (CEST)
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